Baustelle neue Röhre Gotthardtunnel / Basistunnel am Gotthard

Die längste Baustelle der Welt

Der neue Gotthardtunnel, auch Gotthard Basistunnel, oder die zweite Röhre genannt, ist ein Bauprojekt welches Seinesgleichen sucht. Der Gotthardbasistunnel wird mit seinen 57 km der längste Tunnel der Welt sein, mit zum Bauprojekt gehören noch zwei weitere Tunnel.

Im Norden der ” Zimmerberg Basistunnel ” mit einer Länge von 20 km und im Süden der ” Ceneri Basistunnel ” mit einer Länge von 15 km.
Nach geplanten Eröffnung des Gotthard Basistunnels im Jahre 2017 wird die Wegstreckes durch die Schweiz von Deutschland nach Italien ca. 40 km kürzer sein, und deutlich flacher.

BAUSTELLEN BESICHTIGUNG GOTTHARDBASIS TUNNEL / NEUE RÖHRE

Baustelle Gotthard Basistunnel

Sohlbetonarbeiten Ostroehre / © AlpTransit Gotthard AG

Das Gotthard Basistunnel Bauprojekt

Verantwortlich und für das gesamte Projekt ist die AlpTransit Gotthard AG. Am Beginn der Bauarbeiten wurden an vier verschiedenen Stellen Zugangsstollen gegraben. Von dort aus begannen die eigentlichen Bauarbeiten am Gotthardbasistunnel. Diese Arbeitsteilung macht eine weitaus schnellere Bauzeit möglich. Im neuen Gotthard Basistunnel entstehen zwei einspurige Tunnel Röhren mit ca. 180 Querstollen.

Linienführung des neuen Gotthard Basistunnel und der bereits bestehenden Eisenbahnlinie / Bildquelle © AlpTransit Gotthard AG

Der Tunnelvortrieb wird mit speziellen Bohrmaschinen sowie mit Sprengstoffen erarbeitet. Das Tunnelgewölbe aus Beton muss an jeder Stelle mindestens 30 cm stark sein. Eintretendes Wasser führen die Bauarbeiter durch einen speziellen Wasserkanal unter dem Tunnel ab.
Vom Süden her wird mit 2 Tunnelbohrmaschinen gearbeitet deren Bohrköpfe einen Durchmesser von 8,80 Metern haben und mit jeweils 58 Spezialmeisseln bestückt sind. Diese riesigen Bohrmaschinen haben jeweils eine Leistung von über 5000 PS und sind mitsamt den Nachläufern ca. 400 Meter lang. Alle Tunnelbohrmaschinen müssen in regelmäßigen Abständen aufwändig generalüberholt werden.

Vom Zwischenpunkt Amsteg wird ebenfalls mit zwei Tunnelbohrmaschinen gearbeitet, und zwar Richtung Süden, zur Multifunktionsstelle Sedrun. Von dieser Seite aus wird der Vortrieb immer wieder durch lockeres Gestein gestört was den Bau dieses Abschnittes insgesamt verlangsamt. Der Durchbruch in die Multifunktionsstelle Sedrun wird voraussichtlich Ende 2006 sein. Der komplette Durchbruch zwischen Sedrun und Faido kommt voraussichtlich im Jahr 2010.
Im Norden bei Erstfeld sind die Vorbereitungen auch in vollem Gange, die eigentlichen Tunnelarbeiten verzögern sich jedoch, da die Bauvergabe des Abschnitts Erstfeld – Amsteg zum zweiten Mal angefochten wurde.

Das sogenannte " Wiederandrehen " einer der Tunnelbohrmaschinen / Bildquelle © AlpTransit Gotthard AG

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